Galerie Barbara Thumm \ Martin Dammann – aquarell – Eine künstlerische Technik großer Traditionen und des Niedergangs im Kitsch der Dilettanten kehrt zurück

Martin Dammanaquarell - Eine künstlerische Technik großer Traditionen und des Niedergangs im Kitsch der Dilettanten kehrt zurück07.04. - 06.09.2020
Neue Sächsische Galerie Chemnitz

Martin Dammann, *1965 in Friedrichshafen/Bodensee,
lebt und arbeitet in Berlin

Photos © Neue Sächsische Galerie Chemnitz

 

Nicht zuletzt die Wertschätzungskriterien des Kunstmarkts haben die Aquarellmalerei seit den 80er Jahren ins Hintertreffen gebracht, bei Käufern wie Künstlern. Zunächst ließ das Interesse der Künstler nach; ihnen folgten die Kuratoren. Kenntnis über die Eigenarten der Technik ging verloren, bis „Aquarell geht gar nicht“ im Angesicht trivialer Laienkurskunst sprachfähig wurde.

Mit der Erkenntnis ihrer vielen Vorteile in der Ausübung steigt jedoch die Wertschätzung in der meist idealistisch geübten Laienkunst seit Jahrzehnten. Begünstigend wirkt ihre Anwendung in zumeist weniger großen und historischen als zum privaten neigenden Themenbereichen. Volkshochschulkurse boomen, während die ausgestellte Aquarellmalerei auf höchstem Niveau in Museen mit der klassischen Moderne weitgehend endet. Die von der Kommerzialisierung wesentlich weniger durchdrungene Kunst in der DDR zeigte hingegen deutlich eine Fortsetzung der Praxis im Aquarell und ihre zeitgenössische Modulierung, vor allem kombinatorische Verwendungen mit anderen Techniken.

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